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Schliessung der Museen und Kulturarchive

Aufgrund des Coronavirus müssen leider sämtliche Museen und Kulturarchive ab Samstag, 14. März 2020 ab 17 Uhr bis vorerst 30. April 2020 geschlossen werden.

A partire da sabato 14.03.2020, ore 17:00, per il momento fino al 30 aprile 2020 tutti gli archivi culturali e musei devono rimanere chiusi.

A partir da sonda, ils 14 da mars 2020, a las 17.00, per entant fin ils 30 d'avrigl 2020 tut ils museums ed archivs culturals ston serrar lur manaschi.

Wir werden Sie in nächster Zeit in die Museen und ihre Depots mitnehmen und auf dieser Website und auf Facebook die Geschichte der vielen spannenden Objekte im Museenland Graubünden erzählen. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und bleiben Sie gesund!

 

Der virtuelle Museumsrundgang

Die Museen und Kulturarchive sind geschlossen, aber wir nehmen dich mit auf einen virtuellen Rundgang durch die Bündner Museen und Kulturarchive.

27. März 2020

Gefährliche Krankheiten, die ausserordentliche Schutzmassnahmen verlangten, gab es im Verlauf der Geschichte immer wieder. Davos wurde international bekannt für die Heilung von Tuberkulosekranken, was wohl Viele wissen. Was dies aber im konkreten Fall für den Kurbetrieb hiess, verdeutlichen die Sanitätspolizeilichen Vorschriften vom 13. Mai 1900 und vom 15. Januar 1905, die im Medizinmuseum Davos aufbewahrt werden: «Sämtliche von Tuberkulösen bewohnte Räume, sowie die in denselben befindliche Einrichtung etc. (Möbel, Betten, Kleider, Leib- und Bettwäsche) sind jedesmal gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, bevor sie an weitere Personen als die bisherigen Inhaber zu weiterer Nutzung überlassen werden dürfen. … Jeder Lungenkranke ist gehalten, einen Taschenspucknapf [der aufgrund seiner Farbe auch «Blauer Heinrich» genannt wurde] bei sich zu tragen.» Denn das Ausspeien war verboten – sowohl im Freien als auch «in den Häusern auf den Fußboden. … Die Nichtbeachtung der Vorschriften … betreffend Maßnahmen gegen die Tuberkulose … zieht eine Buße bis zu 50 Fr. für jeden einzelnen Fall nach sich.»

26. März 2020

In einem Walserhaus aus dem 16. Jahrhundert befindet sich heute das Museum Nutli Hüschi, ein hübsches kleines Museum in Klosters. Vielleicht fragen Sie sich, wie das Museum zu seinem Namen kam. Das ist eigentlich ganz einfach und kein Geheimnis: Das Nutli Hüschi wurde nach seinem Erbauer Christian Nutli benannt.

Zurzeit zeigt das Museum seine Sonderausstellung «Alte Fotos neu entdecken» auf der Website www.museum-klosters.ch. Auf dem Rundgang können zum Beispiel Bilder zum Wintersport entdeckt werden.

25. März 2020

Mirosław Bałka: NARCISSUSSUSCH (2018)

Bałka’s ortspezifische Installation für das MUZEUM SUSCH befindet sich in einem außergewöhnlichen Raum: einer natürlichen Grotte, die ursprünglich dem Kloster als Kühllager diente. In der Mitte dieser Grotte dreht sich langsam ein Zylinder, der aus mehreren polierten Edelstahlblechen besteht, die die umgebenden Felsformationen widerspiegeln. Die unaufhörliche Arbeit des inneren Mechanismus der Skulptur, der den Zylinder gegen den Uhrzeigersinn antreibt, ist eine vergebliche, eigensinnige Geste angesichts des im Stein festgehaltenen und unaufhaltsam fortschreitenden Zeitverlaufs, der die Grotte erschuf. Die Anwesenheit des Betrachters unterbricht die narzisstische Meditation der Natur von ihrer eigenen Perfektion, ersetzt sie durch ihr Bild und gibt eine neue zeitliche Perspektive vor.

Als einer der herausragenden zeitgenössischen Bildhauer Polens, dessen Werk auch Videos und Zeichnungen umfasst, setzt Bałka minimale Gesten und Mittel ein, um Werke zu schaffen, die häufig auf seinen eigenen Körper oder auf seine unmittelbare Umgebung als Referenz(grösse) Bezug nehmen und universelle Fragen der Erinnerung, des Traumas und der Geschichte untersuchen.

© Studio Stefano Graziani & Art Stations Foundation CH / Muzeum Susch

24. März 2020

Am Tag vor dem grossen Skirennen in Davos macht sich Vitter Zogg auf den Weg. Zusammen mit dem Skifabrikanten Adolf Attenhofer geht er von Arosa nach Langwies, gemeinsam steigen die beiden zum Fondei Pass hoch und kurven auf ihren Ski nach Küblis hinunter. Dort besteigen sie die Rhätische Bahn und fahren nach Davos.

Am nächsten Morgen steht Vitter Zogg am Start, bereit für das Parsenn Derby. Er kennt die Strecke nicht, trotzdem lässt er seine Attenhofer laufen. Nach dem Rennen fährt er nach Hause, ohne sich für seine Fahrzeit zu interessieren. «Gegen die Österreicher und all die anderen Fahrer», sagte er, «stehen die Chancen auf einen Preis nicht hoch, da hat es keinen Wert zu bleiben.» Doch am Abend erhält Vitter Zogg die Nachricht, dass er das Parsenn Derby gewonnen hat. Das war 1929.

Über Filmdokumente sind Vitter Zogg und seine Geschichten in Erinnerung geblieben. Seine Ski kann man im Heimatmuseum Eggahuus in Arosa bestaunen.

23. März 2020

Achtung Rauchalarm!

Ganz zuunterst im Schrank im Empfangsbüro des Kulturarchivs Oberengadin stand dieser ehemals in einer Samedaner Familie aufbewahrte stolze, in olivgrüner Uniform gekleidete Herr mit grosser Pfeife. Die Holzfigur, die ca. 1920 entstanden ist, fällt beim Anheben in der Mitte auseinander – dies um Räucherkegel, die säuberlich daneben aufgestellt waren, hineinzustellen und anzuzünden.

21. März 2020

Zum Wochenende stellen wir Ihnen vielleicht das berühmteste Exponat des Segantini Museums St. Moritz vor: Das Bild mit dem Titel «Ave Maria bei der Überfahrt» aus dem Jahr 1886, Öl auf Leinwand, 121 x 92 cm

Bildthema ist das Ave Maria, das seit dem Mittelalter volkstümlichste Mariengebet und Ausdruck tiefer katholischer Gläubigkeit. Das Angelusläuten rief die Gläubigen am Morgen, Mittag und Abend zum Gebet auf. Das Läuten der Kirchenglocken am fernen Ufer fordert das Paar mit dem Kind in der Barke zum Innehalten und zum andächtigen Gebet auf. Durch das Gebet unter freiem Himmel wird die ganze Umgebung zum Andachtsraum. Die idyllische Szene, die vom leuchtenden Strahlenkranz der aufgehenden Sonne überwölbt ist, beschwört eine zutiefst friedliche Stimmung.

Depositum der Otto Fischbacher Giovanni Segantini Stiftung

20. März 2020

Des Kaisers Geburtstag

Zurzeit empfiehlt der Bundesrat, zu Hause zu bleiben. Welch ungewohnte Situation! Doch es gab immer wieder Zeiten mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Dies traf auch für eine Gruppe Personen im vornehmen Hotel Viamala am Südausgang von Thusis zu.

Deutsche internierte Offiziere in der Zeit des Ersten Weltkrieges waren dort einquartiert. Bei Kontakten zur Bevölkerung lernten sie die Familie von Planta im unteren Schloss in Fürstenau kennen.

Im Archivbestand der Stiftung Johann Martin von Planta, Talmuseum Domleschg ist etwas Korrespondenz dieser Familie erhalten, darunter findet sich eine Einladung „zu Kaisers Geburtstag“, natürlich des deutschen Kaisers Wilhelm II., auf den 27. Januar 1917. Des Kaisers Geburtstag war eine willkommene Gelegenheit, ein Fest steigen zu lassen, um dem eher eintönigen Interniertenalltag zu entfliehen.

Weitere Informationen zu dieser Geschichte finden Sie unter folgendem Link des Stoffelhauses.

Informationen zum Alltag während des Ersten Weltkriegs in Chur finden Sie beim Stadtarchiv Chur.

 

Einladungsbrief mit Briefumschlag von Hauptmann Schmidt
S.H.
Herrn Gaudens von Planta
Schloss Fürstenau

Thusis, den 24. Januar 1917
Euer Hochwohlgeborenen beehre ich mich namens der Internierten zu der am 27.d.M. im Hotel Viamala 8 Uhr abends stattfindenden Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Deutschen Kaisers freundlichst einzuladen.
Hochachtungsvoll ergebenster
Hauptmann Schmidt

Weltgeschichtentag – online GiM

Spieglein, Spieglein an der Wand …
Am 20. März ist Weltgeschichtentag! Da das geplante Programm dieses Jahr nicht in den Museen durchgeführt werden kann, laden wir euch ein, am Weltgeschichtentag ONLINE mitzumachen!

Ob romansich, deutsch, italienisch, französisch … Geschichten zu einem Objekt erfinden und auf www.mi-s.ch posten. Lass deiner Fantasie freien Lauf und teile deine Geschichten mit uns!

Es ist ganz einfach:
- zu zweit (oder alleine) ein Objekt aussuchen, zum Beispiel aus dem Klostermuseum Müstair: https://www.picdrop.com/gimkuverum/b3HwfyQdfv
- ein Selfie machen
- eine Geschichte zum Objekt erfinden
- online teilen: www.mi-s.ch

18. März 2020

Ein Verkaufsschlager war die Brille (Zwicker) im Holzetui aus dem Jahr 1794 bis ins 19. Jahrhundert hinein. Dieses Modell ist eine sogenannte «Nürnberger Drahtbrille». Es war die erste massengefertigte Brille.

Frühe Versuche, mittels einfacher Gläser die Optik zu verändern, sind bereits aus der Antike überliefert. Es waren aber wohl Mönche in mittelalterlichen Klöstern, die erstmals zur gezielten Verbesserung der Sehfähigkeit Bergkristalle zu sogenannten «Lesesteinen» schliffen; der Erhalt der Lesefähigkeit war für sie besonders zentral. Ab dem 14. Jahrhundert erwähnen italienische Quellen die eigentliche, auf der Nase getragene Brille zum ersten Mal. Der Erfinder ist jedoch unbekannt.

Die frühen Brillen besassen noch keine Bügel und sie hatten lediglich konvex geschliffene Gläser. Damit korrigierten sie (Alters-)Weitsichtigkeit. Kurzsichtigkeit konnte erst ab dem 16. Jahrhundert mit Brillengläsern ausgeglichen werden.

Die Brille ist heute im Besitz des Rätischen Museums.

17. März 2020.

Wer kennt ihn heute nicht, den Tourismusort Davos mit seinen Skipisten, dem See und den Wanderwegen. Aber auch Kliniken und Flachdach-Architektur verbindet man mit dem Namen, das World Economic Forum, Thomas Manns Zauberberg oder den Spengler Cup, der von Carl Spengler (1860–1937) gestiftet wurde. Carl Spengler war der Sohn von Alexander Spengler, der 1849 als Flüchtling in die Schweiz gekommen war, in Davos als Arzt praktizierte und Begründer der Höhenkur war.

Carl Spengler leitete das Sanatorium Alexanderhaus und forschte an der Tuberkulose und an Krebskrankheiten. Aber er war auch begeisterter Sportler. Das Wintersportmuseum in Davos beherbergt seine Ski. Die Lappländischen Jagdski sind aus Föhrenholz. Sie waren die ersten Ski in Davos. Auffallend ist, dass sie nicht gleich lang sind: Der eine Ski ist 285 cm lang, der andere 258 cm. Dennoch sind beide Ski gleich schwer, da der kürzere Ski mit einem Kupferblech beschlagen ist. Diese Spitze diente zum Schutz vor wilden Tieren.

15. März 2020.

Der virtuelle Museumsbesuch führt uns heute nach Vals:

Einst hatten die Valser in Camp eine Kapelle errichtet. Das ärgerte den Teufel sehr. Er schleppte einen Stein heran, «hööi as wia en Chillaturra», um ihn auf die Kapelle zu schleudern. Unterwegs traf er ein altes Mütterlein, das ihn in einen Schwatz verwickelte. Heimlich machte die alte Frau während des Gesprächs ein Kreuz auf den grossen Stein, der nun plötzlich so schwer wurde, dass der Teufel ihn nicht mehr anheben konnte. Zornig zog er sich in die Hölle zurück und die Kapelle steht noch heute dort.

Den Teufel oder den Stein finden Sie nicht im Museum Gandahus in Vals. Aber sobald das Museum seine Türen wieder öffnet, erfahren Sie während einer Führung ganz viele Geschichten zum Haus, zum Tal und zu den früheren Bewohnern.

© Bild: Ennio, 7

14. März 2020. Unsere Reise ins virtuelle Museum startet oberhalb von Thusis, nahe der Geschäftsstelle von MGR:

Der letzte Burgherr von Hoch Rialt oder Hohen Rätien auf dem Felsplateau oberhalb von Thusis war nach einer Legende Ritter Cuno. Im Tal wurde er als schrecklicher Tyrann gefürchtet. Als er eines Tages eine hübsche Jungfrau raubte und sie nach Hohen Rätien verschleppte, kochte der Volkszorn über. Die Bauern griffen zu Sensen und Heugabeln und stürmten die Burg, um die Geraubte zu befreien. Ritter Cuno erwartete die erzürnten Bauern hoch zu Pferd, das verängstigte Mädchen vor sich im Sattel haltend. Im Handgemenge gelang es den Bauern, die Entführte zu befreien, doch bevor sie den Ritter überwältigen konnten, gab dieser seinem Pferd die Sporen und setzt mit einem gewaltigen Sprung über die Felsplatte hinaus, wo Ross und Reiter im Abgrund verschwanden.

Das Gemälde von Ernst Stückelberg entstand 1883 im Auftrag von Peter C. von Planta von Fürstenau. Seine Söhne schenkten es nach dem Tode des Vaters 1910 dem Bündner Kunstverein. Lange Zeit war es im Bündner Kunstmuseum (Villa Planta) zu sehen, jetzt lagert es im Depot.
 

Secondo la leggenda, l’ultimo cavaliere di Hohen Rätien si chiamava Cuno ed era un tiranno spietato. Ma quando osò rapire una giovane fanciulla, la popolazione insorse: con falci e forche i contadini salirono alla fortezza per liberare la prigioniera. Cuno li aspettava armato di tutto punto e – legata davanti a lui sul destriero – teneva in ostaggio la fanciulla impaurita. I paesani riuscirono a strappare la ragazza dalla sella, ma non riuscirono a fermare il despota. Il suo cavallo imbizzarrito si mise a galoppare lanciandosi da uno sperone di roccia. Di loro non si trovò più traccia.

Opera di Ernst Stückelberg, 1883

Musei Grigioni

Sapeva che il Grigioni ha ca. 90 musei e 15 archivi culturali ed è con ciò uno degli angoli della terra con la più elevata concentrazione di musei?

Musei Grigioni cura gli interessi dei musei e archivi culturali nei rapporti con il Cantone, i partner sovraregionali e la sfera pubblica. L'associazione supporta i musei e gli archivi culturali con una consulenza professionale nei vari ambiti (collezionare, conservare, documentare, mediare, ecc.). Essa coordina e promuove la collaborazione tra i musei e con le istituzioni del Cantone dei Grigioni oltre che con istituzioni analoghe fuori Cantone. Tramite un mandato di prestazioni dato dal Cantone l'associazione e la segreteria garantiscono la consulenza, il flusso di informazioni e la messa a disposizione di offerte per corsi d'aggiornamento.

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