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Museen & Kulturtourismus

Rund dreissig Bündner Museen und Kulturarchive haben sich zusammen mit ihren Tourismusdestinationen am dreijährigen Projekt «Museen & Kulturtourismus» beteiligt.

 

In diesem umfangreichen Projekt entstanden mehrere innovative Angebote für Einheimische und Gäste. Bestehende Strukturen wurden überdacht, Kooperationen gebildet und Netzwerke vergrössert. Mit der gemeinsamen Kommunikation gewann das Projekt an Grösse.

«Museen & Kulturtourismus» ist ein Projekt von Museen Graubünden, dem Dachverband von rund hundert Museen und Kulturarchiven im Kanton Graubünden, in Kooperation mit dem Forschungsbereich Tourismus und Nachhaltige Entwicklung der ZHAW. An diesem dreijährigen Projekt beteiligten sich rund dreissig Museen, die ihre Zukunft zusammen mit den Tourismusdestinationen aktiv gestalten und neue attraktive Angebote für Touristen und Einheimische schaffen wollten.

Das Projekt wurde von einer Steuerungsgruppe geführt, die aus Andreas Leisinger, Guido Dietrich, Peter Langenegger und Laetizia Christoffel bestand. Als Projektleitende wurden Stefan Forster und Gwendolin Bitter von der ZHAW Forschungsgruppe Tourismus und Nachhaltige Entwicklung gewählt.

Die 1. Etappe des Projekts konnte im Sommer 2022 erfolgreich abgeschlossen werden. Das gesamte Projekt läuft Ende November 2023 aus und zurzeit sind wir an den Abschlussarbeiten.

Natürlich legen wir Wert darauf, dass die entstandenen attraktiven Angebote und Netzwerke weiterhin ausgebaut und gepflegt werden. So sind schon bald die nächsten Austauschtreffen zwischen den Kulturinstitutionen und den Tourismusfachleuten geplant.

 

Herzlichen Dank!

Wir danken dem Amt für Wirtschaft und Tourismus, AWT, der Boner Stiftung für Kunst und Kultur, der Graubündner Kantonalbank sowie der Stiftung Stavros S. Niarchos für die Unterstützung des Projekts.

Vielen Dank auch an Gwendolin Bitter (ZHAW), die als Projektleiterin das Projekt betreut hat, an die Steuergruppe und an alle beteiligten Museen, Kulturarchive und Tourismusverantwortliche für ihre wertvolle Mitarbeit.

    Digitalisierungsoffensive

    Der Verband hat im Verlauf des Projekts «Museen & Kulturtourismus» einige Offensiven zur Verbesserung des digitalen Auftritts in die Wege geleitet.

    Webseiten-Check

    In Zusammenarbeit mit Graubünden Ferien wurde ein Webseiten-Check für Kulturinstitutionen erarbeitet. Die Museen und Kulturarchive können ihre Webseiten auf ihre Eignung aus Gästesicht überprüfen lassen. Die Analyse kostet Fr. 150.–.

    Anmelden können Sie sich über die MGR-Geschäftstelle.

    Tagung «Digitaler Auftritt von Museen und Kulturarchiven»

    Welche Möglichkeiten für den digitalen Auftritt gibt es für ein Museum und welche Mehrwerte bieten diese? Wie werden Museen im Web gefunden? Was zeichnet eine gute Webseite aus? Sind Instagram, Facebook, Podcasts und Google Ads geeignet für die Kommunikationsarbeit der Museen?

    Diese Fragen wurden an der Tagung vom 12. Juni 2023 unter der Moderation von Gwendolin Bitter, ZHAW, mit vielen spannenden Inputs folgender Referentinnen und Referenten diskutiert:

    - Gwendolin Bitter, Projektleiterin «Museen & Kulturtourismus» & Wisseschaftliche Mitarbeiterin ZHAW; Digitalisierung im Museum

    - Muriel Stillhard, Geschäftsleiterin Agentur Miux & Dozentin FH Graubünden; Was macht eine gute Webseite aus?

    - Kaspar Howald, Geschäftsführer Valposchiavo Turismo; Macht eine gemeinsame Webseite von mehreren Museen Sinn? | Virtueller Dorfrundgang Brusio

    - Theresa Ecoffey, Direktorin StV. Shared Services, Graubünden Ferien; Wie kann das Museum im digitalen Raum auf seine Angebote aufmerksam machen? | Google Produkte/SEO

    - Sarah Amsler, Projektleiterin Kulturgüterportal Graubünden, Amt für Kultur; Welche Präsentationsmöglichkeiten werden den Museen und Kulturarchiven über das Portal geboten?

    - Nico Gurtner, Leiter Marketing und Kommunikation, Museum für Kommunikation in Bern; Anwendungsbeispiel für das Zusammenspiel verschiedener Kommunikationskanäle

    - Nadja Cantieni, Senior Managerin Redaktion, Graubünden Ferien; Social Media

    - Laetizia Christoffel, Geschäftsleiterin Verband Museen Graubünden; Newsletter / Museumsplattformen

    - Iris Aschwanden, Leiterin Geschäftsstelle Bündner Kunstverein; Podcast / Video

    - Romina Ebenhöch, Museumsdirektorin Kloster St. Johann Müstair; Virtueller Besuch

    Graubünden Ferien bietet einen Qualitäts-Check des Online-Auftritts an. Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Qualitäts-Ckeck.

    Die Tagung wurde im Rahmen des Projekts «Museen & Kulturtourismus» angeboten. Sie wurde unterstützt vom Amt für Wirtschaft und Tourismus AWT und von der Stiftung Stavros S. Niarchos. Herzlichen Dank!

    Tagung «Digitale Vermittlungsangebote», 19. November 2021

    Welche digitalen Vermittlungsformate gibt es für Museen und welche Mehrwerte bieten diese? Sind Apps, Gamification und digitales Storytelling bei den Museumsbesuchenden gefragt und für die Museen umsetzbar?

    An der Tagung vom 19. November 2021 lernten wir verschiedene digitale Vermittlungsangebote kennen und machten uns Gedanken zu Vorteilen und Nachteilen der einzelnen Digitalformate.

    Die Tagung wurd im Rahmen des Projekts «Museen & Kulturtourismus» angeboten, einem Projekt von Museen Graubünden, dem Dachverband von rund hundert Museen und Kulturarchiven im Kanton Graubünden, in Kooperation mit dem Forschungsbereich Tourismus und Nachhaltige Entwicklung der ZHAW.

    Hier finden Sie das Tagungsprogramm und die Webseiten oder Unterlagen zu den Referaten:

    Gwendolin Bitter, Projekt «Museen & Kulturtourismus», ZHAW

    Dr. Linda Schädler, Sammlungskatalog online/Art Memory: Die Rolle der digitalen Vermittlung im Museum, Graphische Sammlung der ETH Zürich

    Celia Bachmann, Mehrwert und Grenzen der digitalen Vermittlung, Stapferhaus

    Daniele Papacella, Museumswanderungen Poschiavo, Museo Poschiavino

    Severin Bischof, Gemeinschaftsausstellung «Mythos Davos», Kirchner Museum Davos

    Guido Dietrich, Erlebnis Mittelalterland Graubünden, Museum Waltensburger Meister

    Christian Hunziker & Julian Fitze, Das Dampfschiff Jura – Zeitkapsel in der Tiefe, Seemuseum Kreuzlingen

    Andrea Kauer, Multimedia Guide, Rätisches Museum

    Ursina Jecklin, Gaming App Actionbound, Museum Regiunal Surselva

    Andrea Millhäusler, Virtual Reality, Nationalparkzentrum Zernez

    Severin Bischof, Augmented Reality, Kirchner Museum Davos

    Sascha Zwischenbrugger, Rätsel Abenteuer Adventure Room / Magisches Portal, enuit

    Teilprojekte in den Bündner Regionen

    Kennen Sie die spannenden neuen Angebote schon?

    Mittelalterland Graubünden

    Gleich zehn Museen, verteilt über den ganzen Kanton, erarbeiten das gemeinsame Angebot «Mittelalterland Graubünden». Die Museen erschaffen zusammen ein spielerisches Angebot für die ganze Familie.

    Erlebbar sind die Mittelalterspiele zum Beispiel im Buchdruckmuseum Stamparia Strada, im Museum Vaz/Obervaz, im Museum Waltensburger Meister sowie im Domschatzmuseum Chur, im Klostermuseum Müstair und im Rätischen Museum, und man darf schon gespannt sein auf weitere Spiele, im Museum Schmelzra S-charl, auf der historischen Anlage Hohen Rätien oberhalb von Thusis, im Talmuseum Domleschg und im Museum Kloster Disentis.

    Am Tag der Archäologie 2023 präsentierten sich die Mittelalterland-Museen in Chur mit ihren tollen Angeboten. So konnten Kinder ein Kräutersalz herstellen und beim Mittelalterspiel im neugestalteten Burgenzimmer des Rätischen Museums auf einer Lesespur das Leben von drei verschiedenen Gleichaltrigen im Mittelalter erkunden. Mit den Museumsleuten des Museums Vaz/Obervaz konnten die kleinen Gäste einen mittelalterlichen Geldbeutel anfertigen. Das Buchdruckmuseum Stamparia Strada und das Domschatzmuseum Chur widmeten sich ganz den Buchstaben. Auf einer Handdruckmaschine konnten Lettern gesetzt und gedruckt werden und mit einer Feder konnten die interessierten Gäste das Leben in Schreibstuben mit der eigenen Hand erfahren. Beim Stand des Museums Schmelzra S-charl konnten Münzen geprägt werden und das Museum Waltensburger Meister öffnete seine Bilderwerkstatt mit Rätseln und kreativen Ideen zu den Bildern des Waltensburger Meisters. Zudem wurde der Prototyp des Leiterlispiels «Mittelalterland Graubünden» vorgestellt. Die Würfel zum Spiel konnten unter der Anleitung des Klostermuseums Müstair gleich selber hergestellt werden.

    Weitere Informationen zum Projekt Mittelalterland finden Sie unter: www.mittelalterland.ch

    Von Hexen, Heiligen und Wilden

    Von Hexen, die ihr Unwesen trieben, von ganzen Weilern, die spurlos verschwunden sind und vieles mehr berichtet der Führer «Von Hexen, Heiligen und Wilden» in der Valposchiavo, der die Gäste bei verschiedenen Wanderungen zu geheimnisvollen und mythischen Plätzen begleitet. Das Büchlein, das im Rahmen eines der Teilprojekte von «Museen & Kulturtourismus» entstanden ist, führt die Gäste beispielsweise hoch hinauf zum Lac dal Drag oder zum Sass da la Turiglia. Wandern und dabei gleichzeitig eine Region von einer anderen Seite kennen lernen, das kann der Gast nun in der Valposchiavo.

    Der Wanderführer ist in italienischer und in deutscher Sprache erhältlich und kann bei Valposchiavo turismo bestellt werden.

    Und falls Sie auf den Geschmack von Outdoor-Führungen gekommen sind: Im Sommer 2024 wird es eine digitale Führung durch das kleine Dorf Brusio geben. Dann kann sich der Gast auf die Spuren der Tabakindustrie und des Schmuggels machen.

     

    Europa auf Kur – Mythos Davos

    "Davos zwischen 1860 und 1938: Kein Ort eignet sich besser, um die Sehnsüchte, Ängste und Bedrohungen Europas im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu begreifen. Hier sucht ein durch Kriege und Krisen erschüttertes Europa Heilung, hier mündet das Ringen um die eigene Existenz in einzigartiger Kunst und Literatur, hier bündeln sich die Initiativen zur Völkerverständigung und zum Friedensdialog." (Germanisches Nationalmuseum)

    Die vier Davoser Museen, das Kirchner Museum Davos, das Heimatmuseum Davos, das Medizinmuseum Davos und das Wintersport-Museum Davos, zeigten von Herbst 2021 bis Herbst 2022 in der Gemeinschaftsausstellung «Europa auf Kur. Ernst Ludwig Kirchner, Thomas Mann und der Mythos Davos» den Wandel vom Bergdorf Davos zum bekannten Wintersportort. Begleitet wurde die Ausstellung von einem umfassenden Rahmenprogramm mit Führungen, Lesungen und Konzerten u.a. in Zusammenarbeit mit dem Hotel Schatzalp und dem Hotel Waldhaus sowie dem Kulturplatz Davos. Der Gast konnte mit einem einzigen Ticket alle vier Ausstellungen besuchen.

    Konzipiert wurde die Ausstellung «Europa auf Kur: Ernst Ludwig Kirchner, Thomas Mann und der Mythos Davos» vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die Ausstellung vermittelte ein Bild von Davos als Bühne europäischer Kultur.

    Informationen zur Ausstellung «Europa auf Kur. Ernst Ludwig Kirchner, Thomas Mann und der Mythos Davos» finden Sie auf der Website des Kirchner Museums Davos.

    Lichtblicke – Das Engadin und das Licht

    Das Engadin und das Licht – diese Verbindung bedarf eigentlich keiner Erklärung. Aber genau diesem Thema widmen sich acht Oberengadiner Museen, die eine gemeinsame Ausstellung unter verschiedenen Aspekten zum Thema Licht planen. Man darf gespannt sein auf dieses vielversprechende Projekt, das im 2024 an die Öffentlichkeit gehen wird.

    Merkblätter

    Im Verlauf des dreijährigen Projekts «Museen & Kulturtourismus» konnten rste Erkenntnisse gewonnen werden, die in Form verschiedener Merkblätter zusammengefasst wurden. Sie werden hier veröffnentlicht, um anderen Museen und Kulturarchiven und weiteren Projekten Hilfe bei der Planung anzubieten:

    Gemeinsame Angebotsentwicklung

    Museumsübergreifende Angebote

    Schaffung eines regionalen Museumspasses

    Vermarktung eines Angebots

    Merkblatt Kommunikationskanäle

    Der Verband der Museen der Schweiz VMS hat einen Leitfaden zum Thema Tourismus herausgegeben. Hier finden Sie den Leitfaden

    Museen und Tourismus

    Herzlichen Dank

    Wir danken ganz herzlich für die Unterstützung.

    Amt für Wirtschaft und Tourismus  |  Boner Stiftung für Kunst und Kultur  |  Graubündner Kantonalbank  |  Stiftung Stavros S. Niarchos