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Museen & Kulturtourismus

Dreissig Bündner Museen und Kulturarchive richten ihren Blick in die Zukunft: Zusammen mit ihren Tourismusdestinationen beteiligen sie sich am dreijährigen Projekt «Museen & Kulturtourismus».

 

In diesem umfangreichen Projekt werden mehrere innovative Angebote für Einheimische und Gäste entstehen. Bestehende Strukturen werden überdacht, Kooperationen gebildet und Netzwerke vergrössert. Mit der gemeinsamen Kommunikation gewinnt das Projekt an Grösse.

«Museen & Kulturtourismus» ist ein Projekt von Museen Graubünden, dem Dachverband von rund hundert Museen und Kulturarchiven im Kanton Graubünden, in Kooperation mit dem Forschungsbereich Tourismus und Nachhaltige Entwicklung der ZHAW. An diesem dreijährigen Projekt beteiligen sich rund dreissig Museen, die ihre Zukunft zusammen mit den Tourismusdestinationen aktiv gestalten und neue attraktive Angebote für Touristen und Einheimische schaffen wollen.

Wir danken dem Amt für Wirtschaft und Tourismus, AWT, der Boner Stiftung für Kunst und Kultur, der Graubündner Kantonalbank sowie der Stiftung Stavros S. Niarchos für die Unterstützung des Projekts.

Das Projekt wird von einer Steuerungsgruppe geführt, die aus Andreas Leisinger, Guido Dietrich, Peter Langenegger und Laetizia Christoffel besteht. Als Projektleiter wurde Stefan Forster von der ZHAW Forschungsgruppe Tourismus und Nachhaltige Entwicklung gewählt, Co-Projektleiterin ist Gwendolin Bitter, ZHAW. 

Aufgrund der herausfordernden Situation in den letzten Monaten sind wir mit Verzögerungen konfrontiert und haben deshalb entschieden, das Projekt bis Ende 2023 zu verlängern (Etappe 1 dauert bis Sommer 2022 und Etappe 2 bis Dezember 2023).

    Teilprojekte in den Bündner Regionen

     

    Europa auf Kur – Mythos Davos

    Die Davoser Museen zeigen in der Gemeinschaftsausstellung «Europa auf Kur. Ernst Ludwig Kirchner, Thomas Mann und der Mythos Davos» den Wandel vom Bergdorf Davos zum bekannten Wintersportort. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfassenden Rahmenprogramm mit Führungen, Lesungen und Konzerten u.a. in Zusammenarbeit mit dem Hotel Schatzalp und dem Hotel Waldhaus sowie dem Kulturplatz Davos.

    Konzipiert wurde die Ausstellung «Europa auf Kur: Ernst Ludwig Kirchner, Thomas Mann und der Mythos Davos» vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Die Ausstellung vermittelt ein Bild von Davos als Bühne europäischer Kultur.

    "Davos zwischen 1860 und 1938: Kein Ort eignet sich besser, um die Sehnsüchte, Ängste und Bedrohungen Europas im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zu begreifen. Hier sucht ein durch Kriege und Krisen erschüttertes Europa Heilung, hier mündet das Ringen um die eigene Existenz in einzigartiger Kunst und Literatur, hier bündeln sich die Initiativen zur Völkerverständigung und zum Friedensdialog." (Germanisches Nationalmuseum)

    Vier Ausstellungen – 1 Ticket.

    Besuchen Sie die Gemeinschaftsausstellung im Kirchner Museum Davos, im Heimatmuseum Davos, im Medizinmuseum Davos und im Wintersport-Museum Davos mit nur einem Eintrittsticket. Buchen Sie dazu den Davoser Museumspass.

    Weitere Informationen zur Ausstellung «Europa auf Kur. Ernst Ludwig Kirchner, Thomas Mann und der Mythos Davos».

    Von Hexen, Heiligen und Wilden

    Von Hexen, die ihr Unwesen trieben, von ganzen Weilern, die spurlos verschwunden sind und vieles mehr berichtet der Führer «Von Hexen, Heiligen und Wilden» in der Valposchiavo, der die Gäste bei verschiedenen Wanderungen zu geheimnisvollen und mythischen Plätzen begleitet. Das Büchlein, das im Rahmen eines der Teilprojekte von «Museen & Kulturtourismus» entstanden ist, berichtet führt die Gäste beispielsweise hoch hinauf zum Lac dal Drag oder zum Sass da la Turiglia. Wandern und dabei gleichzeitig eine Region von einer anderen Seite kennen lernen, das kann der Gast nun in der Valposchiavo.

    Der Wanderführer ist in italienischer und in deutscher Sprache erhältlich und kann bei Valposchiavo turismo bestellt werden.

    Mittelalterland Graubünden

    Gleich zehn Museen, verteilt über dan ganzen Kanton, erarbeiten zurzeit das gemeinsame Angebot «Mittelalterland Graubünden». Die Museen erschaffen zusammen ein spielerisches Angebot für die ganze Familie.

    Erste Ideen sind vorhanden und man darf schon gespannt sein auf die Ergebnisse im Klostermuseum Müstair, im Buchdruckmuseum Stamparia Strada, im Museum Schmelzra S-charl, auf der Burg Hohen Rätien oberhalb von Thusis, im Talmuseum Domleschg, im Museum Vaz/Obervaz, im Rätischen Museum, im Domschatzmuseum, im Museum Waltensburger Meister und im Klostermuseum Disentis.

     

    Lichtblicke – Das Engadin und das Licht

    Das Engadin und das Licht – diese Verbindung bedarf eigentlich keiner Erklärung. Aber genau diesem Thema widmen sich nun rund zehn Oberengadiner Museen, die eine gemeinsame Ausstellung unter verschiedenen Aspekten zum Thema Licht planen.

    Tagung «Digitale Vermittlungsangebote»

    «Digitalisierung» lautet das magische Wort unserer Zeit. Und dass die Digitalisierung auch in den Museen und Kulturarchiven Einzug hält, zeigen die neusten Entwicklungen in den Bündner Museen.

    So fragten wir an der Tagung, welche digitalen Vermittlungsformate für Museen sinnvoll sind und welche Mehrwerte diese bieten. Sind Apps, Gamification und digitales Storytelling bei den Museumsbesuchenden gefragt und für die Museen umsetzbar?

    Am 19. November 2021 befassten sich die Museen und Kulturarchive mit den Möglichkeiten und der Nützlichkeit von digitalen Vermittlungsformaten. An der Tagung erhielten wir viele Inputs aus verschiedenen Museen und lernten mehrere Beispiele kennen. Wir machten uns Gedanken zu Vorteilen und Nachteilen der einzelnen Digitalformate.

    Hier nur eine der vielen positiven Rückmeldungen zur Tagung:

    «Herzlichen Dank euch für diese wirklich interessante Tagung, mit all den tollen Referaten. Ich fand es sehr spannend, wie verschieden die Digitalisierung in den Museen Einzug hält, und dass die "Jungen" grossen Einfluss auf die Zukunft unserer Museen nehmen. Wir müssen uns keine Sorgen um den Nachwuchs machen.» Rosie Riedhauser

    Der Workshop wurde im Rahmen des Projekts «Museen & Kulturtourismus» angeboten.

    Die Präsentationsunterlagen zu den einzelnen Referaten finden Sie unter dem Link "Für Museumsleute > Kurse".

    Museen Graubünden. Echt vielfältig.